Wie der Alaun in Mühlwand gewonnen wurde

Zunächst wurde der schwarze Alaunschiefer im Tagebau sowie unter Tage in Weitungen abgebaut und zerkleinert. Zusammen mit Holz errichtete man meileratige Gebilde, die sogenannten Röstbühnen und zündete diese an. Durch den hohen Kohlenstoffgehalt brannten, besser glühten diese Röstbühnen mitunter wochenlang. Danach benetzte man den nunmehr hell (rot oder grau) gebrannten Schiefer mit Wasser und überließ ihn eine Zeit lang der Verwitterung, wobei weitere chemische Umwandlungen stattfanden. In hölzernen Bottichen schließlich löste man mit Wasser den entstandenen Alaun heraus und leitete die Sole durch eine ebenfalls hölzerne Leitung zu dem am Göltzschufer gelegenen Siedehaus, genannt Hütte. Der gebrannte und ausgelaugte Schiefer bildete im Laufe der Zeit große, rote Halden im Bergwerksgelände.

 
Schema der Alaungewinnung in Mühlwand / mittleres Göltzschtal / Vogtland

 

alte Alaun - Hütte In der Hütte wurde die eingeleitete Salzlösung in beheizten, bleiernen Pfannen eingedampft und schließlich in Kristallisierkästen gegeben, in denen an eingehängten Fäden oder Stäben das Alaun beim Abkühlen sauber auskristallisierte. Dazu finden sie ebenfalls eine Unterseite mit weiteren Informationen am Ende dieser Seite.
 
So wie hier im nebenstehenden Bild aus Acricolas Buch 'de re metallica' könnte es auch in der ersten Mühlwander Alaunhütte von 1691 ausgesehen haben. Rechts ist eine beheizte Eindampfpfanne zu sehen und links am Boden die mit Steinen beschwerten Schnüre, welche an Stäbe angebunden in die hinten erkennbare Kristallisationswanne eingehängt wurden.

www.alaunwerk.de

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