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Aktuelle Seite: Das Bergwerk |
Ein Berg lädt zum Besuch ein
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Tagebruch, Stollen, Schächte
Das Alaunwerk als interessante Sonderform des historischen Bergbaus bestand in Mühlwand von 1691 bis 1827. Hier wurde zunächst der Alaunschiefer obertägig in einem Steinbruch abgebaut, bald aber auch schon darunter. Einmal musste der in die Tiefe gehende Tagebruch über einen Stollen entwässert werden. Zum anderen war das Grundstück begrenzt und die Nachbarn waren nicht gewillt, Boden abzugeben. Schließlich türmten sich mit der Zeit im Gelände immer größere Halden Abraum und ausgebrannter Schiefer, welche man nicht beseitigen wollte oder konnte. Also baute man den begehrten Schiefer fortan nur noch untertägig ab.
Am Fuße des Tagebruchs wartet der "Einfahrtsstollen" auf seine Besucher. Von hier aus werden sie mit "Glück Auf!" in den Berg geführt.
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Zeitkapsel »Alaunwerk Mühlwand«
Bis zum Ende des Bergbaues mussten sich die Menschen mit Hammer und Schlägel durch den Fels arbeiten. Nach Schließung des Werkes lagen Stollen und Schächte lange Zeit vergessen im Berg. Nichts wurde verändert oder erweitert, wie anderenorts so oft. Einige der Stollen fand man erst kürzlich wieder auf. So erlebt der Besucher heute ein typisches Bergwerk des 18. Jahrhunderts, lange bevor Maschinen und Presslufthämmer dem Bergmann die Arbeit erleichterten. Vielfach ist selbst noch die 200jährige Verzimmerung erhalten geblieben.
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 Noch heute Erkennbar: Die Spuren von Schlägel und Eisen. |
Enge Gänge, weite Räume - ein unterirdisches Labyrinth |
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Links: Eine große Weitung direkt hinter dem Eingang - hier kann auch privat gefeiert werden.
Verwinkelte Gänge und weite Räume wechseln sich scheinbar planlos ab. Tatsächlich arbeitete man in Mühlwand nicht nach Grubenplänen. Wo immer die Bergmänner leicht abbaubaren Schiefer fanden, schlugen sie große Hohlräume heraus. In den unergiebigen Zonen dagegen beschränkte man die Arbeiten auf das Notwendigste.
Der "Alte Stollen" diente bis etwa 1800 nur der Entwässerung und misst bisweilen nur 50 cm.
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»... diese Oerter und in welcher Richtung ein jedes zu treiben seyn möchte, sind jedoch vor der Hand so genau nicht zu bestimmen, weil das Erz nicht durchgängig gut, feste und leicht bricht, das mildere als das beste gewonnen, das festere und schlechtere aber zu Bergfesten stehen gelassen werden muß.« (aus einem Mühlwander Grubenbericht von 1787)
Ein unberechenbares Gestein: der Alaunschiefer
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| Obwohl die limitierende Substanz, der Pyrit, fast gleichmäßig im Schiefer verteilt ist, beurteilten die Bergleute die Abbau-würdigkeit des Gesteins recht verschieden. Harte, verkieselte Schiefer waren schwerer zu hauen und schlechter zu brennen, also galten sie als schlechteres Erz. Im »leicht brechenden, milderen Erz« dagegen, mit seinen Klüften, Brüchen und Gleitflächen, war der Bergbau nicht nur leichter und ergiebiger, sondern auch gefährlicher. Dann musste sorgfältig verzimmert werden.
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 Oben: Deutscher Türstockausbau.
Auch über 200 Jahre alte Verzim-merung ist noch erhalten (rechts). |
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Wasser: einst Freund und Fluch der Alaunwerker |
 Ein Wasserfall im Berg |
Wasser spielte im Alaunwerk immer schon eine große Rolle: unentbehrlich als Lösemittel für ausgebrannte Röstbühnen und bedrohlich als Sturzbach ins Bergwerk, vor allem nach starken Regen. Dann wurde die Menge ein Problem, bis heute. Um das Bergwerk ausbauen zu können, musste um 1800 ein tieferer Stollen bis zur Göltzsch gegraben werden. 2005 freigelegt, entwässert er wieder sicher das Bergwerk. Vorher musste unablässig gepumpt werden (siehe Bild oben: alter Stollen). Ein Hochwasser brachte auch das Bergwerk nach 130 Jahren Vergessenheit wieder ans Tageslicht.
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 Wasserleitungstechnik heute und von vor 200 Jahren. Durch solche Rohre floss einst auch die fertige Alaunlösung vom Laugplatz zum Siedehaus am Fluss. |
Das Bergwerk wird weiter ausgebaut - wiederkommen lohnt sich! |
Große und kleine Sehenswürdig-keiten werden bei der Führung sachkundig erklärt, Fragen gern beantwortet. Alles wollen wir hier nicht verraten - so, wie der Berg am Ende seine Besucher narrt.
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Immer wieder gibt es Neues zu sehen: seit 2006 einen weiteren Stollen mit einer Tropfsteingrotte im Besucherbereich. Und ständig wird weiter gearbeitet, denn das gesamte Bergwerk ist noch lange nicht erkundet, vieles liegt noch unentdeckt im Berg. Was Gäste derzeit auch nicht sehen können, zeigt das Bild unten: die große Tropfsteingrotte mit zahlreichen attraktiven Sintergebilden und einer Wasserfläche. Ihr einen Zugang zu verschaffen, übersteigt derzeit die Möglichkeiten unseres Vereins.
Weitere Berg-»Schätze« zeigt Seite:
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 Eine Leiterfahrt führt acht Lachter (16m) nach oben.
Klein, aber auch fein: die untere Tropfsteingrotte.
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 Schön marmorierter Letten kann in Aussparungen der Sicherheits-Verzimmerung bestaunt werden. |
 Bis zu 40 cm lange Stalaktiten aus Diadochit in der großen Tropfsteingrotte. Deren Zugang ist leider verbrochen. |
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