Huthaus, "Hütte" und Siedeanlage |
Wo heute der Parkplatz am Ufer liegt, stand einst das ehemalige Huthaus des Bergwerkes mit angebauter Siedehütte. 1853 vernichtete ein Feuer das nach Schließung des Bergbaues 1827 als Gasthof dienende Gebäude. Bis 2004 stand an dessen Stelle das Gasthaus "Alaunwerk" als Nachfolgerbau.
Bereits 1826 wurde die Siedeanlage demontiert und ihr Material verwertet. Damit verschwand ein einzigartiges Zeugnis frühindustrieller Technik, eine Siedeanlage, wie sie selbst damals nicht üblich gewesen sein dürfte.
Anhand eines Stichs von 1836, Werksrissen, Inventarlisten und Vergleichen mit historischen Bauweisen kann man in etwa das Aussehen der Gebäude und Anlage nachvollziehen.
| Das Bild zeigt die Hütte mit hinteren Anbau, aber ohne die Schornsteine der Siedeanlage rechts dazu die mutmaßliche Raumaufteilung ![]() |
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Das vorn befindliche Huthaus, ein Fachwerkbau vermutlich aus dem 17. Jahrhundert, barg hauptsächlich zwei große, beheizte Stuben in zwei Etagen, wobei die obere Stube auch mit Bettstellen ausgestattet war. Die untere Stube diente als Aufenthaltstraum der Bergleute. |
Das Siedehaus war ein einfach beschlagener Fachwerkbau auf gewachsenem, deshalb schrägen Boden und Holzschindelbedachung. Trotz seiner Giebelhöhe von etwa acht Metern befanden sich keine Zwischenböden in ihm, der hohe Raum war zur Aufnahme der großen Dampfmengen erforderlich. Abzugsöffnungen befanden sich wahrscheinlich an der flussseitigen Giebelseite. Im Gegensatz zu vorher üblichen Siedeanlagen wurden bei der um 1800 errichteten dreietagigen Anlage mit zwei parallelen Siedelinien die über fünf Meter hohen Schornsteine über das Dach hinausgeführt, so dass sich im Raum selbst keine Rauchgase mehr sammeln konnten. Dazu befand sich an der Westseite ein Ausbau mit flacherem Dach. |
So funktionierte die Siedeanlage |
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Links: Dimetrische Ansicht. |
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