Die Schwarze Wand |
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Jeder Besucher, der zum ersten Mal in Mühlwand und im Alaunwerk weilt, ist beim Anblick der Schieferbruchwand beeindruckt.
Ihr oberer Teil besteht aus der Bruchfläche des blauschwarzen Schieferfelsens, stellenweise mit weißem Quarz durchsetzt und mit grünlichen oder gelben Weichmineralien überzogen, an geschützten Stellen hat sich sogar Federalaun auskristallisiert. In der Wand befindet sich etwa in der Mitte der Vortrieb eines kurzen Probestollens - genannt das "Schwarze Loch". |
Die Schieferhalde ist schon seit Jahrzehnten immer wieder von Fossiliensammlern durchsucht worden, deshalb findet man kaum noch Exemplare von Graptolithen durch bloßes Besehen. Schon Clemens Bernhard empfiehlt deshalb in seiner 1932 erschienenen Schrift "Der Bergbau von Reichenbach und Umgebung" nach glatten, festen Schieferplatten Ausschau zu halten und diese zu spalten. Hat man Glück, findet man sägeblattartige, silbrigweiße Einschlüsse, entweder gebogen oder gerade - typische Formen der Wenlock-Formation. |
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Im Rahmen der Ausgestaltung des Alaunwerkes in den Fünfziger Jahren wurde ein Weg an das schwarze Loch herangeführt und der Eingang gegen Steinschlag mittels Holzdach geschützt. So konnten Besucher das Innere des "Lochs" betrachten. Der Zugang war rund um die Uhr möglich und das führte dazu, dass die damals noch vorhandenen Tropfsteine und Mineralienabsonderungen von Unsachkundigen zerstört oder entwendet wurden. |
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