Besucherbergwerk Alaunwerk Mühlwand
Website des Vereins Tropfsteingrotte Alaunwerk Mühlwand/Reichenbach e.V.
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Alles über das Besucherbergwerk: Angebote, Öffnungszeiten und Preise. Sehenswürdigkeiten im Bergwerksgelände. Neuigkeiten.
Ein kurzer Überblick über die unterirdischen Sehenswürdigkeiten des Bergwerkes, seine Besonderheiten und Perspektive.
Wissenswertes rund um den Alaun, was er ist, seine Gewinnung, Verwendung; einst und heute.
Was sich hinter dem Begriff 'Alaunwerk Mühlwand' wirklich verbirgt.
Wissenswertes zur Entstehung der nordvogtländischen Heimat. Rund um Gesteinsarten, Geotope, Mineraien und Fossilien.
Die Mineralien in Mühlwand werden vorgestellt.
Die Geschichte des Mühlwander Alaunwerkes: Entstehung - Bergbau - Niedergang - Vergessen - Wiederentdeckung.
Der Förder- und Betreiberverein 'Tropfsteingrotte Alaunwerk Mühlwand/Reichenbach e.V': Aktivitäten und Projekte.
Das mittlere Göltzschtal läd mit vielen Anziehungspunkten zum Wandern und Entdecken ein.
Hinweise für Urlauber und Kurzbesucher zu weiteren Sehenswürdigkeiten: Gastronomie und Übernachtung: Anschriften, Telefonnummern und Öffnungszeiten.
Die Lage von Mühlwand und Verkehrsanbildung: per PKW, Zug, oder Fahrrad.
Aktuelle Seite:
Geschichte

  Kleiner Ort mit viel Historie


  • 1495 Bau der Bühnaumühle oberhalb Mühlwands durch Günther von Bühnau auf Elsterberg.
  • 1500 ... Erste Goldwäschen im Göltzschtal.
  • 1546 Das Bergwerk "Ewiges Leben" bei Plauen baut für wenige Jahre Alaunschiefer ab.
  • 1558 Bergbau auf Kupferwasser und Alaun und 1559 ein "Alaunwerk" zwischen Neumark und Schönfels genannt.

    Die Geschichte des "richtigen" Alaunwerkes in Mühlwand
  • 1691 Der Reichenbacher Bergmeister Paul Döring erhält eine kurfürstliche Konzession zum Abbau des Mühlwander Schiefers und zum Betreiben eines Alaun- und Vitriol- und Schwefelwerkes. Erste Besitzer: Reinhold und Schubarth, danach Müller.
  • 1714 Streitigkeiten zwischen dem Bergwerksbetreiber und Reichenbacher Braumeistern, weil im Huthaus "auswärtiges" Bier aus Mylau (Milaner) ausgeschenkt wird.
  • 1721 Im August besetzt der Eigentümer des Nachbargrundstückes - Herr von Hünefeld auf Christgrün - mit 20 Bewaffneten gewaltsam die Bergwerkszugänge: "Spitzbuben sind am Werke, die meinen Berg ausrauben ... ich will wissen, wo die geschlagene Orte sind!" Vor Gericht wird entschieden, dass das Bergwerk untertägig fortgeführt werden darf. Das ehemalige Huthaus des Bergwerkes als Gasthaus 'Zu den drei Schwänen'
  • 1725 -1728 Stilllegung des Werkes wegen Streitigkeiten unter den Müllerschen Erben und Verkaufsabsichten.
  • 1738 Verkauf des Werkes an den kurfürstlich-sächsichen Kammerherrn Karl von Metzsch auf Friesen und Brunn.
  • 1756 - 1762 Stilllegung im Siebenjährigen Krieg. Menschen verstecken ihr Hab und Gut in den Stollen vor plündernden Soldaten.
  • 1765 Das Werk geht an den sächsischen Landesherrn; es wird "churfürstlich" und durch Pächter weiter betrieben. (Bild rechts: die Hütt')
    Bis 1800 Erneuerung der Werksanlagen.
  • 1806 Anfang Oktober überschreiten napoleonische Truppen in Mühlwand die Göltzsch auf ihrem Marsch nach Preussen und Thüringen.
    Napoleon selbst bereist die Straße an Alaunwerk am 16.05.1812 und nochmals am 13.08.1813.

Das Alaunwerk Mühlwand als Einkehrstätte
  • 1826 Schrittweise Schließung der Stollen und Schächte. 1827 Abbau der Siedeanlagen und Verkauf des Werkes an den Fleischhauer Benjamin Rahmig. Huthaus ist seitdem Gasthaus.
  • 1853 Das ehemalige Huthaus und Gasthaus brennt ab. Ein weiterer Rahmig baut an gleicher Stelle das Gasthaus "Zum Alaunwerk"
    Betrieb einer florierenden 'Sommerfrische'.
  • 1914 Der Mylauer Unternehmer Franz Leska baut die Schieferhalden zur Sandgewinnung ab.
  • 1921 Erste Mühlwander Bergrennen vom Alaunwerk zur "Schwarzen Tafel". Solche Rennen finden mit Unterbrechungen bis 1981 statt.
Das erste Gasthaus (1827 - 1853)
"Zu den drei Schwänen"

Alaunwerk Mühlwand nach 1853

Mühlwand und das Alaunwerk werden zum Besuchermagnet
  • 1928 Der Greizer Lehrer Leander Macht weist erstmals auf die Möglichkeit hin, in Mühlwand könnte eine ähnliche Attraktion verborgen sein wie die Saalfelder Feengrotten.
  • 1954 Ein Hochwasser legt die verschlossenen Stolleneingänge frei. Tropfsteine kommen zum Vorschein. Erste Arbeiten zur Erschließung eines Schaubergwerkes beginnen, müssen aber nach wenigen Jahren wieder eingestellt werden.
  • 1985 Hobbyforscher erkunden 'halblegal' die Tropsteingrotte.
  • 1991 Naturfreunde und der BUND-Vorsitzende inspizieren das völlig verwilderte Bergwerksgelände.
  • 1995 Wiederauffinden, danach Ausbau des Bergwerks.
    Weg zum Besucherbergwerk Alaunwerk Mühlwand
  • 1998 Gründung des Fördervereins "Tropfsteingrotte Alaunwerk Mühlwand-Reichenbach e.V.". Aufwändige Beräumung der verschlämmten Stollen und Schächte.
  • 2001 Am 21. September wird das Besucherbergwerk eröffnet. Seit dem jährlich Alaunwerksfest im September.
  • 2004 Abriss des ehemaligen Gasthauses "Zum Alaunwerk".
Die Dietzsch-Gruppe im Bergwerk um 1960 Alaunwerksfest
  • 2004 finden erstmals wieder Bergrennen in Mühlwand statt mit historischen Motorrädern und Rennwagen.
Bergrennen in Mühlwand Bergrennen in Mühlwand